Anfang des Innenausbau: Jetzt wird’s innen hübsch

Unser Justus stand nun im neuen Gewand vor uns – strahlend weiß. Wir waren schon jetzt ziemlich glücklich, nach all dieser Arbeit. Nun ging es daran ihn auch Innen gemütlich zu machen: der Start des Innenausbaus. Was wir daraus gelernt haben: mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. 

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Erst einmal musste dieser schaurige, 34 Jahre alte Teppich raus. Beim Schneiden und raus ziehen zerbröselte er in unseren Händen. Wahnsinn! Noch überraschter waren wir, als wir darunter ein Pfennigstück fanden.

Weiter ging es mit den etwas „einfacheren” Arbeiten. Durch Janas Nähkünste hatte unser Justus bald schöne dunkelblaue und bräunliche, mit dem Wind wehende Gardinen. Die geliebte Nähmaschine konnte hier nochmal ihre Stärken ausspielen.

Durch das häufige Ein- und Aussteigen erkannten wir, das mit den zwei Bänken direkt vor dem Eingang ist Mist. Wir entschlossen uns die Bank direkt vor dem Fahrerhaus auszubauen und dafür eine seitliche Sitzbank mit einem kleinen Regal zu konstruieren. Die Sitzbank war schnell im Keller verschwunden, doch die planerische Arbeit des neuen Sitzmöbels bedurfte noch einiger Abende am Mac. 

Ein Himmel aus Holz

Schon mit dem Kauf war uns klar, da muss mehr Holz verbaut werden! Wir lieben Holz. Es riecht angenehm und gibt dem ganzen Raum immer einen gemütlichen Charakter. Anfangen wollten wir mit der Decke – auch aus dem Grund, weil der Vorbesitzer nun wirklich mehr als genug LED-Leisten eingebaut hatte und die Löcher uns nun fies anlachten. Nach reiflichen Überlegungen entschieden wir uns für 4 mm Pappelsperrholz. Warum? Es ist schön hell und extrem leicht. Gerade das Gewicht spielt bei dem Innenausbau eine große Rolle. Damit wir aber alle Platten der Decke ordnungsgemäß erneuern konnten, mussten wir erst alle Einbauschränke und das Bett ausbauen. Außerdem sollten diese auch bearbeitet werden. Wir möchten ja schon einige Jahre in diesem Auto verbringen. Es fühlte sich an, als ob diese noch zusätzlich verklebt waren, denn am Anfang bewegten sie sich kein Stück. Mit ein paar Flüchen und Schreien, mit ein paar Hammerschlägen und Bankdrückübungen waren sie dann aber irgendwann raus. Endlich. Nun aber hoch in die Wohnung mit denen.


Anschließend die Platten der Decke abmontieren und ausmessen. Da wir vor Ort nicht die richtigen Werkzeuge hatten, haben wir die einzelnen Platten beim Holzzuschnitt West zuschneiden lassen. Auf dem Küchentisch schleiften wir das Holz ab und ölte es mit einem speziellen Öl ein. Jedoch wurde das Holz leicht gelblich, was uns nicht so gefiel. Aber darum kümmerten wir uns später.

Was für ein Gemetzel. Das Zeug klebt ja wie Sau

Beim Entfernen erspähten wir auch die alte Dämmung aus Mineralwolle. Sah ganz schön wüst aus. Da wir auch in etwas kühleren, ja sogar kalten Ländern unterwegs sein wollten, überlegten wir, ob es eine bessere Dämmung für uns gibt. In Foren lasen wir vom Dämmmaterial Kautschuk – speziell von der Firma Armaflex. Der große Vorteil dieser Kautschukmatten besteht darin, dass sie geschlossenporig sind und somit keine Feuchtigkeit aufnehmen. Außerdem sind sie beständig gegen Lösungsmittel und hohen Temperaturen. Wir bestellten drei Kartons und schon konnte es losgehen. Mein lieber Scholli, was für eine Gefummel. Der Kautschuk kam als Rollware und wir mussten einzelne kleine Bereiche der Decke zuschneiden. Wir also auf alten Umzugskartons sitzend, mit dem Cutter das Kautschukmaterial bearbeitend, direkt auf dem Gehweg vor unserer Haustür. Passanten hatten zumindest ihren Spaß und fragten liebevoll nach wozu wir das machen. Für unseren Traum, ist doch klar oder? Der Kleber allerdings trieb und bald in den Wahnsinn, er könnte zwei Frachter zusammenkleben. Kaum berührte er etwas half nur noch kräftig ziehen und mit Verlusten rechnen. Nach einer Woche feierabendlicher Arbeit inklusive des Wochenendes war Justus auch gut gedämmt. Halleluja.

 Das Ende des Innenausbaus? Mit Nichten

Doch das war noch nicht alles. Da gab es noch einiges mehr zu tun, damit unser Justus zu einem fahrenden Wohnzimmer wird. Doch nun waren wir fix und fertig und tranken erstmal ein Bier auf unseren nächsten großen Schritt Richtung Designbüro auf vier Rädern.

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