Ein Blick, eine Liebe — der Kauf unseres Busses

Es war also klar, wir kaufen uns endlich einen Bus. Jetzt begann die eigentliche Arbeit. Nachdem wir das entschieden haben, recherchierten wir zunächst im Internet. Wir mussten ja wissen welche Busse und Camper es überhaupt gibt und welche Einbauarten am praktischsten sind. 

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Man ist ziemlich überwältigt über die ganzen unterschiedlichen Möglichkeiten und am Ende weiß man manchmal weniger als zuvor.

Ich weiß nicht mehr ganz genau wann und wie wir davon erfuhren, aber wir hörten vom Autohaus Brosi in der Nähe von Nürtingen. Das Autohaus sollte viele unterschiedliche Typen von alten Bussen haben. Durch die Recherche im Internet etwas überfordert, war dies für uns die beste Möglichkeit die Bauarten einmal direkt live zu erleben. Wow, was für ein Schlaraffenland! Von alten Camping-Bussen bis hin zu Nutzfahrzeugen für das THW oder die Feuerwehr, alles war da und wir konnten nicht genug kriegen vom Herumstöbern und Probe sitzen. Auf einmal stand er da, unser Bus: ein VW LT. Nicht direkt dieser, aber die Form und Größe gefiel uns auf Anhieb richtig gut. Gerade Linien, nicht zu kurvig und ein guter Mix aus genügend Platz und trotzdem wendig.

Wir geben dir das Geld, du uns den Bus

Nun waren wir einen Schritt weiter. Wir recherchierten weiter auf den bekannten Automobilseiten. Hier hatten wir auch zwei in der Nähe von Stuttgart gefunden. Der Eine war ein Selbstausbau und für uns dann doch nicht so passend und mehr verrostet als auf den Bildern zu sehen. Beim Anderen gab es die Vermutung, die Zylinderkopfdichtung könnte kaputt sein. Also Finger weg. Wir hatten zwar noch ewig Zeit, nur waren wir auch sehr euphorisch endlich unseren Bus vor der Tür stehen zu sehen.

Jana kam auf die glorreiche Idee ein Gesuch ins LT-Forum zu stellen – und es war eine sehr gute Idee. Rund eine Woche später meldete sich Kurt. Kurt aus Regensburg. Nachdem ein paar Floskeln ausgetauscht wurden, fuhren wir direkt am Wochenende zu ihm. Kurt und seine Frau waren sehr nett. Er hatte sehr viele technische Raffinessen im LT verbaut, was wir ganz spannend fanden. Zudem war der LT alt genug für ein H-Kennzeichen und laut Kurt absolut kein Problem. Wir wurden später eines Besseren belehrt. Alles zum ersten Gutachten des H-Kennzeichens könnt ihr hier nachlesen. Trotzdem, die Gewissheit, dass er sich liebevoll um den Bus kümmert und die Art und Weise wie der LT vor uns stand, gaben uns das Gefühl: das passt.

Unsere erste Nacht auf der Schwäbischen Alb nach dem erfolgreichen Buskauf.

Unsere erste Nacht auf der Schwäbischen Alb.

Liebe auf den ersten Blick

Wir haben uns recht schnell in den Bus verliebt und unserem Bauchgefühl vertraut. Der Preis und die kurze Inspektion des Motors stimmten auch. Gerade mal zwei Wochen später kauften wir ihn und fuhren, für eine erste Nacht, auf die Schwäbische Alb. Es war traumhaft zum ersten Mal direkt unter dem Dach in diesem nostalgischen Bus zu schlafen. Das war es, was ich immer gesucht hatte. Minimalismus und Natur.

Einen zweiten schönen Nebeneffekt hatte das Gesuch im Forum auch noch: wir lernten Micha und Xenia kennen. Zwei super liebe Menschen, die mit ihrem LT auch auf große Reise gehen wollten bzw. jetzt unterwegs sind. Es war und ist ein schönes Gefühl Gleichgesinnte kennenzulernen und sich über alles austauschen zu können. Falls ihr euch die super schönen Bilder der beiden ansehen wollt, schaut bei Instagram vorbei.

Die Realität? Sollte man nicht aus den Augen verlieren

Rückblickend kann ich sagen: Alles richtig gemacht. Der Motor ist in einem sehr guten Zustand. Dennoch, ein wenig enttäuscht und wütend bin ich über mich selbst. Wir haben schon ein paar Stellen übersehen: wahrscheinlich war meine Brille zu verschmutzt. Alleine mit einer Klimaanlage ein H-Kennzeichen zu bekommen – no way. Und dann war da noch die Karosserie. Puh, genauer betrachtet war der Lack eher mäßig instand gehalten worden. Da gab es schon einige verspachtelte und übermalte Stellen. Aber das werden wir schon richten.

Der Innenraum vom Bus in seinem ursprünglichen Zustand.

Unser Justus in seinem ursprünglichen Retro-Charme.

Das Cockpit unseres Campers.

Das Cockpit: Nostalgie pur.

1 Kommentar

  1. Pingback: Von Schicksalsschlägen und Entscheidungen – Project Justus

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