Es nimmt Formen an

Da wir bei unserem ersten Besuch in Hamburg nicht alles geschafft hatten und wir in Stuttgart nicht alle Werkzeuge und genügend Expertise parat hatten, stand im August der zweite Besuch im hohen Norden an. Dieses Mal war der gute Justus voll bepackt.

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Wir hatten in Stuttgart die Decken- und Wandelemente aus Pappelholz neu zuschneiden lassen. Auch waren der neue PVC-Boden und der Boiler mit dabei.

Eine zweite Farbe muss her

Das wichtigste war allerdings die Lackierung. Justus sollte nun endlich zweifarbig werden. Da wir in Stuttgart keine Möglichkeit dafür hatten, hat sich natürlich wieder die Werkstatt von Janas Vater angeboten. Natürlich mussten vor dem Lackieren wieder einige Vorarbeiten getroffen werden. Etwas nervig, da wir das Ganze ja schon einmal hinter uns hatten. Doch leider hatte die Zeit beim ersten Besuch nicht mehr für die zweite Lackierrunde gereicht. Also wieder ran an die Arbeit. Sachen abschrauben, schleifen, ausbessern, abkleben. Das kann ganz schön mühsam werden bei so einem großen Auto. Doch irgendwann waren wir fertig und die erste Sprühdose konnte gezückt werden. Die Spannung stieg, wie die Farbe wohl in echt aussehen würde. So lange hatten wir uns Gedanken gemacht über die richtige Farbauswahl. Doch am Ende weiß man nie, ob es so wird wie geplant. Doch Erleichterung, wir waren happy und die Farbe genauso wie wir dachten. Eine stickige Runden in der Werkstatt später, erstrahlte er dann endlich in seiner Zweifarbigkeit.

Die Leiter und die Reling hatten ihre besten Tage auch schon hinter sich und so entschieden wir uns diese ebenfalls neu zu lackieren – und zwar in Schwarz. Also alles runter und Farbe drauf. Das ist bei dünnen, runden Elementen gar nicht so einfach. Eigentlich geht die Hälfte der Farbe daneben. Aber irgendwann war auch das geschafft und wir richtig zufrieden mit dem Ergebnis.

Neues Holz für den Innenraum

Kaum war außen alles fertig, ging es drinnen schon weiter. Die neuen Hölzer für Wand und Decke hatten wir in Stuttgart eigentlich schon soweit vorbereitet. Wir hatten sie geschliffen und eingeölt. Doch leider wurde da Holz nach einiger Zeit ziemlich gelblich und wir waren damit nicht sonderlich zufrieden. Wir wollten sie eher etwas weißer haben. Wir haben uns dann dafür entschieden sie nochmal weiß zu lasieren. Anschließend haben wir sie mit einem Klarlack versiegelt. Nun mussten die neuen Platten irgendwie an die Wände. Die alten Elemente waren so verbaut, dass wir beim Ausbau alles zerstören mussten. Das wollten wir auf jeden Fall anders machen, für den Fall, dass wir irgendwann nochmal an die Dämmung oder etwas anderes heranmüssen. Später hat sich dann noch gezeigt, dass dies eine sehr gute Idee war. Doch zurück zum Einbau. Mein Papa hatte dann die großartige Idee, die Platten mit Nietgewinden zu befestigen. So sitzen sie fest, aber man kann sie jederzeit problemlos herausschrauben. Gesagt getan – auf zum Baumarkt. Der Einbau gestaltete sich dann natürlich wieder etwas komplizierter. Die Platten passten nicht genau und das Übertragen der Löcher war auch ein ziemliches Gefummel. Doch mit Ruhe und nach einiger Zeit haben wir den Kampf gewonnen und alles saß und passte.

Hämmern, klopfen, bohren

Als nächstes Stand dann das Entfernen der alten Bodenschienen auf dem Plan. Wir hatten in Stuttgart die zweite Sitzbank entfernt und wollten sie später durch eine neue ersetzten. Die alten Schienen brauchten wir dafür nicht mehr. Endlich mal etwas was schnell und problemlos ging. Nur laut war es. Mit Bohren und Hämmern lösten sich die Nieten und bald waren die Schienen draußen. Da der Boden nun uneben war und sich auch der Unterboden halb auflöste, mussten wir vor dem Verlegen des PVCs die Bodenkonstruktion erneuern. Ausgemessen war alles schnell, doch entpuppte sich die Suche nach den Weichfaserplatten als etwas schwieriger als gedacht. Kein Händler hatte diese oder nur in großen Mengen. Nach einem Nachmittag der Telefoniererei hatten wir dann aber endlich einen Händler gefunden und konnten das Holz besorgen. Wir haben die Hölzer alle zugeschnitten und eingepasst. Einkleben wollten wir sie allerdings erst in Stuttgart, da wir die Löcher für den Tisch noch ausmessen wollten.

Endlich warmes Wasser – oder doch nicht

Zum Schluss war dann endlich der Boiler dran. Ein großer Teil war schon vom Vorbesitzer vorbereitet. Eigentlich mussten wir den Boiler nur noch in die Aussparung setzen und anschließen. Doch weit gefehlt. Zunächst mussten wir erst noch eine Zusatzkonstruktion bauen um den Boiler gerade und sicher zu befestigen. Auch mussten wir das Loch nach außen weiter vergrößern und ein Teil der Reling absägen, da sie im Weg war. Nachdem dann alles bereit und alle Kabel und Rohre befestigt waren, kam der spannende Moment. Klack, klack, klack … und nichts. Immer wieder leuchtete das rote Licht auf und der Boiler wollte nicht starten. Wir waren mit unserem Latein am Ende und auch war unsere Zeit schon wieder vorbei. Also mit kaltem Wasser wieder zurück in den Süden – es wird sich schon eine Lösung finden.


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