NEW! — Insight — No. 02 — No! We are not on vacation

Wir hören sehr oft wie toll unser Leben doch sei und wie viel Freizeit wir hätten. Natürlich sind wir sehr glücklich darüber all diese neuen Eindrücke kennenzulernen: andere Kulturen und die unterschiedlichsten Menschen, egal ob Einheimische oder andere Vanlifer. Aber, wir machen definitiv kein Urlaub! Das muss einfach mal klar gesagt werden.

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Wir haben uns für dieses Leben bewusst entschieden und dafür alle Weichen gestellt. Wir haben unser Hab und Gut verkauft, unsere Jobs gekündigt und ein Jahr vor Beginn der Reise angefangen zu sparen. Keine Partys bis in die Morgenstunden, keine Café- und Restaurantbesuche, kein Kaufrausch im Internet. Ich glaube, so etwas unternimmt man nicht, wenn man für drei Wochen in den Urlaub fährt. Oder was denkt ihr?

Wir üben den Spagat

Zudem versuchen wir den Spagat zwischen Reisen und Arbeiten zu schaffen. Wir sind begünstigt und extrem froh darüber als Grafikdesigner die Möglichkeit zu haben während der Reise ein wenig Geld zu verdienen. Dadurch leben wir weiter unseren Traum. Ihr könnt uns glauben, beides zu verbinden ist nicht so leicht wie man es sich vorstellt. Stellt euch nur vor, ihr steht einsam an einem Strand, die Sonne scheint herrlich in euer Gesicht und dann kommt eine E-Mail mit der Bitte bis morgen ein Design für einen Flyer zu machen? Oder die Deadline zum Relaunch einer Website ist in zwei Tagen und ihr müsst noch einiges dafür vorbereiten? Ich sage euch, da kommt richtig Lust auf sofort aufzuspringen und den Laptop aufzuklappen. Man braucht gehörig Selbstdisziplin um das Leben und Arbeiten in einem Van auch wirklich hinzubekommen. Uns gelingt es zum größten Teil ganz gut. Aber wir haben definitiv auch unsere schwachen Momente.

In der Ruhe liegt die Kraft

Diesen Satz hat mir mein Opa öfters erzählt. In ihm steckt eine Menge Wahrheit. Wenn wir arbeiten müssen versuchen wir auch unsere Ruhe zu finden. Wie wir das machen? Eigentlich ganz einfach. Wir suchen uns einen Ort an dem wir über eine längere Zeit stehen bleiben. Wir versuchen uns einen routinierten Tagesablauf zu schaffen: wir stehen pünktlich auf, Essen geregelter und nehmen uns wichtige kreative Pausen. Indem man seine Umgebung kennt, fällt es einem leichter zu entspannen. Für uns ist es sehr wichtig geworden.

Täglich Fahren und Arbeiten?

Wow, das ist wirklich schwierig. Durch das ständige Fahren werden einem schon einige Stunden des Tages geraubt. Und wenn man dann endlich nachmittags einen geeigneten Platz zum Schlafen gefunden hat, arbeitet man nur äußerst selten ein paar Stunden bis spät in den Abend hinein. Zumindest können wir es nicht. Anderen digitalen Nomaden geht es da vielleicht anders.

In unserem späteren Insight könnt ihr mehr darüber erfahren, wie wichtig es ist zeitweise sein Basecamp aufzuschlagen.

Eure Meinung ist gefragt

Ich glaube und hoffe, ich spreche einigen Vanlifern, Langzeitreisenden oder digitalen Nomaden aus der Seele. Wenn ich noch tiefer in meinen Gedanken kramen würde, dann kommen bestimmt noch einige andere typische Sätze zum Vorschein. Kennt ihr welche, die ihr mit uns teilen wollt? Wir sind so gespannt über welche falschen Annahmen ihr berichtet.