Norwegen — Aurland bis Hoddevik — Von den Bergen bis ans Meer

Der berühmte Blick auf Hoddevik

Einigermaßen erholt geht es am nächsten Tag weiter, wir wollen Richtung Küste, endlich Strand sehen. Vorher müssen wir bei Aurland durch einen 24 Kilometer langen Tunnel – der längst der Welt. Und das Ganze sogar ohne Maut. Der Tunnel ist ziemlich abgefahren, mit einem Lichtkonzept, das zeitweise an eine Disco erinnert und ja, lang ist er. Ich bin ehrlich gesagt froh, als wir raus sind und wieder Tageslicht sehen.

— Translate?
English Deutsch

Einmal Waschen bitte

Danach geht es über den Sognefjord nach Sogndal. Dort entdecken wir einen Campingplatz und fragen, ob wir waschen können, ohne dort zu bleiben. Klar es geht, aber zahlen müssen wir neben den Waschmünzen noch eine Art Kurtaxe. Da dies zusammen nicht wirklich viel weniger gekostet hätte, als auch die Nacht zu bleiben, entscheiden wir uns nach einer kurzen Diskussion dort zu bleiben. Campingplätze sind zwar nicht so unser Ding, aber es ist schon relativ spät und wenn wir jetzt eh auf die Maschine warten müssen, können wir es uns auch gemütlich machen. Der Platz ist eh zuckersüß. Allerdings voll mit riesigen Wohnmobilen. Daneben sieht unser Justus ziemlich klein aus – aber er ist definitiv der Schönste. 😉

 

Wir kümmern uns um unseren Abfluss, denn das Wasser fließt schon seit einigen Tagen nur widerwillig ab. Schnell finden wir den Übertäter, es ist ein kleiner Knick im Schlauch und dort haben sich Essensreste gesammelt. Wir bauen ihn aus und säubern ihn gründlich. Kurz passen wir nicht auf und bei einem kräftigen Windstoß werden unsere gesamten Ohrenstäbchen, die wir zum Säubern genutzt hatten, über den Campingplatz verteilt. Das Ganze muss sehr zur Belustigung der restlichen Camper beigetragen haben, denn ich renne wie ein aufgescheuchtes Huhn hinterher und versuche sie wieder einzusammeln.

Unser Winterwonderland

Bei strahlendem Sonnenschein verlassen wir den Fjord und steuern Måløy an. Ein kleines Örtchen auf der Insel Vågsøy. Auf dem Weg fahren wir wieder durch winterliche Landschaften. Die Berge sind schneebedeckt und auch einen Gletscher gibt es hier. Wahnsinn wie sich die Natur und die Landschaft hier ständig so extrem verändert. Wir lieben es und können immer nur staunen.

Am Abend bricht strömender Regen aus. Wir übernachten auf einem Wanderparkplatz an der Straße. Bei dem Wetter ist es auch egal, wie der Platz aussieht. Ich entscheide mich dennoch für eine kleine Regenwanderung und genieße das gleichmäßige Prasseln auf meiner Kapuze und die tollen Farben die sich bei dem Wetter vor mir auftuen. Die Braun- und Grüntöne werden einfach uns unfassbar intensiv und die Natur zeigt ihre vollkommene Schönheit.

Hoch und runter

Nach einer kleinen Wanderung zu dem Leuchtturm der Insel am nächsten Tag, geht es ab Abend endlich nach Hoddevik. Ein schon lang geplantes Ziel von uns. Es soll ein wunderschöner Strand sein und der Surfer-Hotspot noch dazu. Wir surfen zwar nicht, aber schöne Strände mögen wir trotzdem. Dass der Weg dorthin wieder spektakulär wird, wussten wir schon von Bilder. Auf Instagram sieht man ständig das gleiche Foto von den Serpentinenstraßen die zum Strand führen. Wir sind gespannt. Mit unserem dicken Justus geht es dann erst Serpentinen hoch und später wieder runter. Sehr abenteuerlich und witzig und natürlich langsam. 😉

Ein Surferparadies

Der Strand ist wahnsinnig toll. Idyllisch gelegen zwischen den Bergen. Weißer Sand und türkisfarbenes Wasser. Ein Traum. Viel mehr gibt es hier auch nicht. Eine Handvoll Häuser und einen Parkplatz zum Campen. Wir haben keine andere Wahl als uns auch dort hinzustellen und suchen uns einen Platz neben den vielen anderen Bussen und Zelten. Fühlt sich ein bisschen an wie bei einem Festival. Wir beobachten die Surfer und überlegen, ob wir auch einen Kurs machen sollen. Aber irgendwie fühlen wir uns nicht so und lassen es bleiben. Vielleicht dann weiter im Norden. Der Strand ist auch so schön und wir bleiben für zwei Tage hier.

Am Sonntagabend packen dann auch fast alle zusammen, sie müssen wieder heim, morgen arbeiten. Auch wir packen es, aber bei uns geht es weiter, weiter auf unserer Reise. Auf zu neuen Abenteuern!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.