Norwegen — Lysøya und Trondheim — Das große Wiedersehen

Der Tag war da. Unsere Freunde kommen uns über Pfingsten in der Nähe von Trondheim besuchen. Über die letzten Jahre ist es eine kleine Tradition geworden uns immer um diese Jahreszeit zu treffen. Angefangen hat alles als, ein guter Freund, unser lieber Achim, mit Familie nach Berlin gezogen ist.

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Jedes Jahr entscheidet einer aus dem Freundeskreis wo und was wir unternehmen. Sei es einfach auf einem Campingplatz die Zeit zu verbringen oder eine gemeinsame Hüttenwanderung zu starten. Dieses Jahr haben wir uns dafür gemeldet. Und es passte gut. Wir waren zwar schon eine Weile unterwegs und einige Kilometer von Stuttgart entfernt, aber nicht so weit, als dass die Anreise allzu beschwerlich gewesen wäre. Traditionen sind doch auch was Feines, oder?

Um pünktlich am Tag des Wiedersehens anzukommen hatten wir unsere Zeit bestmöglich eingeteilt. Im Nachhinein waren wir leider ein wenig zu schnell unterwegs, in unserer Geschwindigkeit gemessen. Wir mussten ein paar Tage überbrücken und dümpelten an der Küste entlang. Während wir auf unsere Freunde warteten, standen wir tageweise vor Supermärkten und nutzten das freie WLAN um an unserer neuen Website zu arbeiten.

Tag 1: Ein Wiedersehen mit Freude

Die Truppe stand bereits auf dem Deck und alle winkten wie wild. Haha, ich muss immer noch an den Moment denken, als wir oben auf dem Justus saßen und auch unsere kleinen norwegischen Fahnen schwenkten. Von Außen sah es bestimmt lustig aus. Wir freuten uns riesig sie alle zu sehen und sie endlich wieder zu drücken.

Nachdem ein paar Worte ausgetauscht waren, ging es auch direkt mit der Planung weiter. Es musste Essen eingekauft werden. Der bunt gemischte Haufen machte sich auf und lief zunächst wie wild gewordene Hühner durch den Supermarkt. Irgendwann hatten wir den Dreh raus und einen voll gestopften Einkaufswagen mehr.

Dann ging es zu unserer gemieteten Hütte direkt am Meer. Geil, geil und nochmals geil. Sie war so schön und super gelegen. Die Jungs entdeckten sofort die Plattensammlung mit Schallplatten von Dire Straits, Fleetwood Mac, Pink Floyd und Achtung, Dr. Dre! Die letzte wurde auch direkt aufgelegt und wir bouncten durch die Bude. Am Abend gab es dann Burger. Uff, das war ganz schön viel. Nach meinem zweiten Burger sah ich hoch in die Runde und war unglaublich glücklich.

Der Alkohol schmeckte und floss in Strömen. Wir spielten „Düsterwald“, bis tief in den Morgen. Wie gesagt die Sonne ging nur für wenige Stunden unter. Dunkel wurde es dabei nicht wirklich.

Wir durften das größte Bett von allen beziehen, während Mo und Markus im Justus übernachteten. Wir wollten eigentlich selbst im Justus schlafen, weil es doch nun unser zu Hause ist, doch ich konnte Jana überreden diesen Luxus für eine kurze Zeit zu genießen. Mo und Markus fanden die Abwechslung aber auch toll und lobten unser Bett. Schön, dass es auch Ihnen gefällt.

Tag 2: Ein Barbecue und Hummersuppe

Am Abend davor hatten wir es noch nicht gewagt, doch heute musste es einfach mal sein. Wir spielten Fifa an der Playstation und Mo schnappte sich den Nintendo Switch und spielte Mario Kart. Nach so langer Abstinenz und ich spiele nun wirklich nicht oft Videospiele, war es doch irgendwie toll sich so weltlichen Genüssen herzugeben.

Der Tag war perfekt um unsere Kleider sowie Bettzeug erneut komplett zu waschen. Wir zählten am Schluss drei Wäscheladungen. Herrlich.

Gegen Mittag erkundete ein Teil der Gruppe die Gegend und unternahm eine kleine Wanderung an der Küste entlang. Abends grillten wir mit einem riesigen elektrischen Grill mit zusätzlicher „Smoke“-Funktion. Da es zu heftig war, ließen wir sie jedoch aus.

In der Zwischenzeit feuerte Mo den Hot Pot mit Holz an. Ja, wir hatten einen Hot Pot draußen auf der Terrasse. Wenn schon, denn schon : ) Leider war die Whirlpool Funktion noch nicht angeschlossen. Das machte das Ganze jedoch nicht weniger lustig. Wir quetschten uns hinein und ließen uns wie Hummer im heißen Wasser kochen.

Tag 3: Eine Wanderung, die ist lustig, eine Wanderung die ist schön

Am Frühstückstisch sah man in müde Gesichter. Ok, es war auch der Alkohol, aber ein Großteil trugen zusätzlich die immer kürzer werdenden norwegischen Nächte dazu bei. Auch für uns war es ein neues Erlebnis.

Am Vorabend war ein Nachbar so freundlich gewesen von uns ein Bild im Hot Pot zu machen. Er riet uns eine Wanderung auf den umliegenden Berg, in meinen Augen eher ein Hügel, „Tiltrem“ zu unternehmen. Man hat von ihm aus eine wunderschöne Aussicht. Gesagt getan. Wir schnappten uns die Wanderstiefel und gingen nach dem Frühstück los.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten den Weg hinauf zu finden, war es spannend über den Hügel zu laufen und über die ganze Küste mit all den kleinen Inseln zu schauen.

Tag 4: Oh, wie schön ist Trondheim!

Die Mehrheit entschied an diesem Tag nach Trondheim zu fahren und einen Tag in der Stadt zu verbringen. Warum schreibe ich die Mehrheit entschied? Na ja, wir waren doch einige Kilometer von Trondheim entfernt und nicht alle hatten Lust so lange unterwegs zu sein. Wir mussten erstmal 1,5 Stunden zur Fähre und dann erneut 30 Minuten mit einem Speedboot nach Trondheim fahren. Aber es hat sich sowas von gelohnt. Bis dato ist Trondheim die schönste Stadt für uns in Norwegen! Sie besitzt den Charme einer mittelgroßen Großstadt, ohne sich dabei so anzufühlen. Die Innenstadt ist mit kleinen Häusern gespickt und hat alle Geschäfte, die man braucht. Die Altstadt am Fluss wirkt mit ihren bunten Holzhäusern zuckersüß und man hat auf der Festung eine wunderbare Aussicht über die Umgebung. Aber vor allem lagen und saßen überall Menschen und genossen die Sonne. Sehr entspannt hier. In Trondheim waren wir auch zum ersten Mal in einem „Restaurant“. Es ist einfach so wahnsinnig teuer in Norwegen, dass man es sich nicht lange leisten kann so zu leben. Wir bezahlten für jeweils ein Sandwich und ein gemeinsamen Cidre ca. 36 €.

 

Auf dem Weg zurück erblickten wir am Straßenrand eine Elchkuh oder zumindest einen jungen Elch. Der Mensch ist doch ein sehr kleines Geschöpf auf dieser Welt wenn man diesem Tier direkt in die Augen schaut. In der Hütte angekommen waren alle von den letzten Tagen sichtlich gezeichnet und wir gingen relativ früh schlafen. Aber nicht ohne ein kleines Fifaturnier : )

Tag 5: Der traurige Abschied

Wir räumten alles auf und wuschen noch die Bettwäsche für die nächsten Mieter. Dann ging es zum traurigen Abschied über. Wir teilten den Rest der Vorräte auf, packten die Sachen zusammen und stopfen sie in die Autos.

Mir ging es nach dem Abschied nicht gut. Ich war richtig traurig. Als die zwei Autos um die Ecke bogen und ich sie nicht mehr sehen konnte, musste ich ein wenig weinen. Zu schön war die Zeit zusammen. Alles in allem sind wir sehr dankbar dafür, dass sie alle da waren. Es hat uns gezeigt, wie wichtig Freunde sind und dass man nur glücklich ist, wenn man schöne Momente miteinander teilen kann.

Ein lieber Gruß geht an unsere Stuttgart Crew: Sinan, Anni, Resi, Osti, Markus und Mo. Ihr seid die Besten!

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