Norwegen — Vesterålen — Kurze aber schöne Zeit

Unser nächstes Ziel sind also die Vesterålen. In Fiskebøl, nur ein paar Kilometer von hier fährt die Fähre nach Melbu. Christoph will zusammen mit uns fahren. Nach einem gemütlichen Frühstück und einer herzlichen Verabschiedung von Ida und Lars packen wir alles zusammen und machen uns bereit.

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Kurzer Check der Uhr, oh jetzt aber los, sonst bekommen wir die Fähre nicht mehr. Christoph fährt vor, wir wollen hinterher. Doch daraus wird dann doch nichts. Unser Problemchen mit dem Kühlwasser meldet sich und wir müssen wieder anhalten. Schnelle SMS an Christoph, dass er nicht auf uns warten braucht.

Geübte Handgriffe

Also, in mittlerweile gewohnten Handgriffen wieder alles ausgebaut und Kühlwasser nachgeschüttet, aber dieses Mal mit dem Gedanken “Shit, wir haben glaube ich echt ein Problem”. Im LT-Forum haben wir gelesen, dass wir mal mit geöffneten Motor fahren sollen, um so ein eventuelles Leck besser erkennen zu können. Ok, das probieren wir jetzt aus. Da es so natürlich mega laut wird, kommen Ohrenstöpsel in und Kopfhörer auf die Ohren. Es sieht mega witzig aus und wir fühlen uns wie Piloten. Etwas verzögert starten wir dann so Richtung Fähre und Christoph hat gewartet, wie lieb. Auf den Vesterålen angekommen, trennen sich unsere Wege dann aber erstmal wieder. Von Ida haben wir die Adresse von einer Werkstatt in Sortland bekommen, dem Hauptort der Insel. Diese wollen wir jetzt erstmal ansteuern und schauen lassen, was da bei uns los ist. Beim offen-Fahren haben wir nicht ungewöhnliches feststellen können.

Um 16 Uhr kommen wir an und die Werkstatt schließt gerade. Na toll, die haben aber Arbeitszeiten. Der nette, junge Mechaniker wirft aber trotzdem schnell einen Blick hinein und meint schnell, dass es nicht die Zylinderkopfdichtung sei. Puh, das wäre natürlich super. Er muss dann aber los, gibt uns aber noch ein paar Tipps, was wir ausprobieren sollen. Richtig cool, dass er uns so schnell und nett geholfen hat.

Wir wollen morgen dann nochmal in aller Ruhe in den Öffnungszeiten hinfahren und deshalb für den Abend nicht allzu weit weg parken. Kurz hinter einer großen Brücke finden wir ein nettes Plätzchen direkt an einem See. Hier bleiben wir und es gibt lecker Abendessen.

Alle sind so super hilfsbereit

Am nächsten Morgen fahren wir dann in aller Frühe nochmal zur Werkstatt und tauschen uns mit dem Mechaniker über mögliche Ursachen aus. Er macht das alles einfach so und berechnet uns nichts, echt lieb. Er hat auch einen alten Bus und sagt, dass er alles tut, um uns zu helfen. Er hat hier aber nicht das nötige Werkzeug um mehr zu machen; es ist leider nur eine kleine Werkstatt, eigentlich nur für Räder aufziehen usw. Er gibt uns noch die Adresse einer anderen Werkstatt, da fahren wir dann auch hin. Ähnliches hier. Aber auch der Mitarbeiter ist super bemüht und interessiert und gibt uns noch weitere Tipps. Echt schön zu merken, dass die Leute hier so nett zu uns sind.

Beide haben gesagt, wir sollen es mit “Radiator Sealer” probieren. Das sollte ein mögliches Leck “finden” und schließen. Wir gehen in den Biltema (Ein mega krasser Laden, der einfach alles fürs Auto hat. Von klein bis groß, wirklich alles. Und dazu noch jede Menge anderen Schnickschnack für Haus und Garten. So einen Laden bräuchten wir mal in Deutschland. Haben hier alles gefunden, was wir uns beim Ausbau mühsam im Internet zusammen bestellen müssten. Nur so am Rande.) und kaufen besagtes Mittel und schütten es in den Kühler. Naja jetzt noch eine Runde fahren und dann heißt es abwarten.

Eine Runde Fußball für Mark

Wir fahren nach Søberg, an einen kleinen Strand. Hier treffen wir dann auch endlich Christoph wieder. Es ist ein schöner Abend und es ist Fußball WM. Christoph hat einen Fernseher in seinem Bus und da lässt sich Mark natürlich nicht zweimal bitten und verschwindet kurzerhand in seinem Bussle. Ich finde es gut, so habe ich auch mal meine Ruhe 😉 Die beiden haben einen schönen Abend zusammen. Trinken Bier, hören Musik und haben gute Gespräche. Ich backe währenddessen ganz klischeehaft einen Kuchen. Hach ich liebe unseren Omina.

Christoph und sein Eriba

Am nächsten Morgen heißt es dann aber wirklich Abschied nehmen. Wir wollen noch ein wenig hier in der Gegend bleiben und Christoph steuert die Stadt Andenes an. Es waren schöne Tage mit ihm und es tat gut, mal wieder ein wenig gemeinsam mit jemand anderem zu reisen. Schön, dass aus so spontanen Begegnungen immer wieder gute Freundschaften werden.

Karibische Zustände

Beim Losfahren sind wir gespannt, was wird Justus machen. Nichts, alles gut. Ok, erstmal noch abwarten, aber schonmal ein gutes Gefühl. (Um es mal vorweg zu nehmen, seitdem haben wir keine Probleme mehr gehabt, toi toi toi.) Wir fahren zum Åsand Beach bzw. zu dessen Wanderparkplatz, Ida und Lars haben uns diese Wanderung sehr ans Herz gelegt. Also los, das Wetter ist ein Traum. Und die Wanderung wird es auch. Wir laufen immer wieder an Seen mit glasklarem Wasser vorbei. Über Hügel und durch Wälder. Vorbei an einem verlassenen Holzhaus. Als wir den Strand dann erreichen sind wir baff, weißer Sand und türkisfarbenes Wasser. Kaum zu glauben, dass das hier Norwegen sein soll. Einfach toll. Danke Ida und Lars.

Ein verlassenes Haus auf dem Weg nach Åsand

Åsand Beach

Unsere letzte Station hier auf den Vesterålen ist dann Hovden. Ein kleines verschlafenes Örtchen am Ende der Insel. Auf dem Weg dorthin nehmen wir zwei Tramper mit. Sie kommen aus den Niederlanden und sind mit ihrem Segelboot unterwegs, einmal um die Welt. Wahnsinn, so kann man es natürlich auch machen.

Auf dem Weg nach Hovden

Vesterålen: Daumen hoch

Es ist ein schöner letzter Abend und wir genießen den Nicht-Sonnenuntergang und die schöne Aussicht auf das Meer. Die Vesterålen waren toll. Leider haben wir die Zeit hier, aufgrund unseres Autoproblems, nicht so richtig intensiv genießen können. Zu sehr waren wir mit dem Kopf dabei und konnten nicht so richtig entspannen. Aber es war trotzdem schön, dass wir da waren. Die Natur ist super vielseitig und es ist um einiges ruhiger als auf den Lofoten. Also wenn ihr in der Gegend seid, macht unbedingt einen Abstecher dorthin.

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