Tschüss Stuttgart – Hallo Welt!

Nun war es soweit: der Tag ,der bis dahin immer so weit weg schien, war gekommen. Wir mussten unsere Wohnung verlassen. Emotional und traurig haben wir es uns vorgestellt, doch am Ende verdrängte der Stress diese Gefühle von der Agenda.

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Die Wohnung ist fast leer.

63 Quadratmeter weniger

Wenn man von einer 2,5 Zimmer Wohnung in einen Bus zieht, dann hat man doch ganz schön viele Sachen über. Wir hatten bis dahin natürlich schon den Großteil unserer Sachen verkauft, verschenkt oder gespendet, doch am Ende flogen noch immer unzählige Dinge herum. Grade beim finalen Einräumen vom Bus haben wir uns dann doch noch gegen den einen oder anderen Gegenstand entschieden. Doch genau dafür ist eine Stadt wie Stuttgart super. Kaum ist die Kiste mit “zu verschenken” vor die Tür gestellt, ist sie auch schon leer geräumt.

Jetzt noch die letzten Löcher in den Wänden stopfen und putzen. Dann klingelt es plötzlich, der Vermieter ist eine halbe Stunde zu früh. Auf einmal geht alles ganz schnell. Übergabe, ein paar nette Worte und die Schlüssel abgeben. Auf einmal stehen wir draußen. Doch das emotionale Gefühl, auf das ich mich eingestellt hatte bleibt aus. Zu viele andere Dinge schwirren in meinem Kopf. Schnell müssen wir los, noch einen Kumpel abholen und dann zu Freunden und dort noch Sachen abladen. Irgendwie passiert alles wie in Trance.

Ein letzter Abend in Stuttgart

Erst am späten Abend, nachdem alle Sachen ihren Platz gefunden haben und wir das erste Mal mit unseren Lieben und einem Bier am Tisch sitzen, können wir entspannen und runter fahren. Noch fühlt sich alles ganz normal an, eher wie große Ferien und nicht wie ein neues Leben.

Unser letzter Abend in Stuttgart.

Eigentlich wollten wir nur noch diese eine letzte Nacht in Stuttgart verbringen, doch dann bekommen wir eine Anfrage von Björn Springorum für ein Interview am nächsten Tag. Gerne möchte er für das Stadtkind der Stuttgarter Zeitung etwas über uns schreiben. Da überlegen wir natürlich nicht zweimal. Es ist ein schönes Gefühl über unsere Pläne und Ideen zu sprechen und uns selber das ganze Vorhaben nochmal bewusst zu machen.

Beim Interview mit Björn Springorum.

© Björn Springorum

Am Freitag, den 2. März geht es dann am Mittag aber wirklich los. Wir verlassen Stuttgart und werden so schnell wohl erstmal nicht mehr zurückkommen. Aber auch das fühlt sich überraschenderweise ganz normal an. Ich fühle mich wie in einer Blase, alles passiert einfach. Ich bin gespannt, wann ich das ganze Mal so richtig realisieren werde. Jetzt steht erstmal unsere kleine Deutschlandtour an. Wir wollen Freunde und Familie auf dem Weg zu meinen Eltern in Hamburg abklappern und uns von allen persönlich verabschieden. Los geht’s.

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